Wohnungseigentumsgesetz: Rechte, Pflichten und was Sie als Eigentümer wissen müssen

Das Wohnungseigentumsgesetz, das deutsche Gesetz, das die Rechte und Pflichten von Wohnungseigentümern regelt. Auch bekannt als WEG, ist es die Grundlage dafür, wie Sie als Eigentümer einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus leben, entscheiden und investieren können. Ohne dieses Gesetz wäre es unmöglich, klare Regeln für Reparaturen, Kostenverteilung oder Modernisierungen aufzustellen. Es definiert, was Ihr privates Eigentum ist – also Ihre Wohnung selbst – und was gemeinschaftlich gehört: Treppenhaus, Dach, Außenwände, Heizungsanlage und Keller. Viele denken, sie besitzen nur ihre vier Wände. Doch in Wirklichkeit sind Sie Teil einer Gemeinschaft, die gemeinsam für das ganze Haus verantwortlich ist.

Dieses Gesetz verbindet Wohnungseigentümergemeinschaft, die rechtliche Gruppe aller Eigentümer in einem Haus, die gemeinsam entscheiden mit Gemeinschaftseigentum, alle Teile des Hauses, die nicht einzelnen Eigentümern gehören, sondern allen gemeinsam. Jede Entscheidung – ob neue Fenster, Sanierung des Aufzugs oder Änderung der Hausordnung – muss in der Eigentümerversammlung getroffen werden. Und hier liegt oft der Haken: Wer nicht teilnimmt, verliert das Stimmrecht. Wer nicht zahlt, bekommt keine Reparatur. Wer nicht informiert ist, zahlt plötzlich für Dinge, die er gar nicht gewollt hat. Das Gesetz schreibt vor, dass Sie rechtzeitig eingeladen werden, dass Protokolle geführt werden und dass Beschlüsse mit bestimmten Mehrheiten gefasst werden. Aber es sagt nicht, wie Sie sich dagegen wehren, wenn die Versammlung unfair abläuft.

Das Teileigentum, der Anteil an der Wohnung, der mit einem bestimmten Grundstücksanteil verbunden ist bestimmt, wie viel Sie an den Kosten beteiligt sind. Ein kleines Studio zahlt weniger als eine große Wohnung mit Balkon und Dachterrasse. Diese Aufteilung steht im Teilungserklärung – einem Dokument, das beim Eintrag ins Grundbuch festgelegt wird. Viele Eigentümer wissen nicht einmal, wo sie dieses Papier finden. Und wenn es fehlt oder veraltet ist, wird es teuer: Neue Fenster, die nur für die oberen Wohnungen sinnvoll sind, können plötzlich von allen bezahlt werden, weil die Teilungserklärung nicht klar ist.

Im Alltag zeigt sich das Gesetz in kleinen Dingen: Wer darf den Briefkasten austauschen? Wer zahlt, wenn die Hausfassade abblättert? Kann man die Wohnung umstrukturieren, ohne die Struktur des Hauses zu verändern? Die Antwort auf all das steht im Wohnungseigentumsgesetz – aber oft versteckt in juristischem Jargon. Die Posts auf dieser Seite zeigen, wie es in der Praxis funktioniert: von der Kostenverteilung bei der Dachsanierung bis zur rechtlichen Absicherung bei Mieterwechsel. Sie erfahren, wie Sie sich gegen überzogene Kosten wehren, wie Sie Fördermittel für Modernisierungen nutzen und warum Sie niemals eine Versammlung ignorieren sollten. Es geht nicht um Theorie. Es geht darum, dass Sie als Eigentümer nicht überrumpelt werden – und dass Sie Ihre Wohnung wirklich als Wertanlage nutzen können.

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